{"id":11,"date":"2007-12-30T20:54:09","date_gmt":"2007-12-30T19:54:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.scholze-simmel.at\/heimatforschung\/?page_id=11"},"modified":"2009-01-01T08:35:14","modified_gmt":"2009-01-01T07:35:14","slug":"die-geschichte-von-hofstetten-grunau","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.scholze-simmel.at\/heimatforschung\/?page_id=11","title":{"rendered":"Die Geschichte von Hofstetten-Gr\u00fcnau"},"content":{"rendered":"<p>Das Pielachtal ist uraltes Siedlungsgebiet. Die \u00e4ltesten Funde, die im Bereich der Marktgemeinde Hofstetten-Gr\u00fcnau gemacht wurden, sind zwei Steinbeile. Sie stammen aus der Jungsteinzeit (ca.2800 v. Chr.) und wurden in Mainburg (1993) und Plambach (1999) entdeckt. Weitere historisch interessante Funde sind ein Bronzebeil (1550 v. Chr., gefunden in Gr\u00fcnsbach 1992) und ein Bronzering (1000 v. Chr., gefunden in Gr\u00fcnsbach 1940). Auch aus der R\u00f6merzeit gab es einige sehenswerte Funde: einen r\u00f6mischen Meilenstein, einen Altar, eine M\u00fcnze (350 n.Chr.). Aus verschiedenen Gr\u00fcnden sind die r\u00f6mischen Funde verschollen und nur mehr in Aufzeichnungen erhalten. 1911 wurde in der Friedhofsmauer bei der Kirche ein Spie\u00dfeisen gefunden. Es stammt von der Burg Hofstetten, die im 12. Jahrhundert bestand.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-53\" title=\"Steinbeil\" src=\"http:\/\/www.scholze-simmel.at\/heimatforschung\/wp-content\/uploads\/steinbeil-300x200.jpg\" alt=\"Steinbeil\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.scholze-simmel.at\/heimatforschung\/wp-content\/uploads\/steinbeil-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.scholze-simmel.at\/heimatforschung\/wp-content\/uploads\/steinbeil.jpg 408w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-54\" title=\"Wappen\" src=\"http:\/\/www.scholze-simmel.at\/heimatforschung\/wp-content\/uploads\/wappen-242x300.jpg\" alt=\"Wappen\" width=\"242\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.scholze-simmel.at\/heimatforschung\/wp-content\/uploads\/wappen-242x300.jpg 242w, http:\/\/www.scholze-simmel.at\/heimatforschung\/wp-content\/uploads\/wappen.jpg 264w\" sizes=\"(max-width: 242px) 100vw, 242px\" \/><\/p>\n<p>Zu den fr\u00fchesten Adelsgeschlechtern des Gebietes &#8222;Ostarrichi&#8220; geh\u00f6rten die um die Jahre 1079-1184 in Gr\u00fcnau lebenden Herren von Hofstetten. Sie waren Lehensherren der Babenberger Markgrafen. Es ist daher anzunehmen, dass die Herren von Hofstetten Namensgeber f\u00fcr Hofstetten waren. Die erste urkundliche Erw\u00e4hnung des Ortes Hofstetten erfolgte zwischen 1072-1091, als Bischof Altmann von Passau bei der Gr\u00fcndung des Stiftes G\u00f6ttweig (1083) diesem &#8222;decimationem vinearum ad Hovestetin&#8220; ( also Zehent von Weing\u00e4rten in Hofstetten) gab. Um 1184 starb mit Chunrat der letzte des Adelsgeschlechtes der Herren von Hofstetten.<\/p>\n<p>Danach folgten die Herren von Mainburg, die bis 1591 die Geschichte des Ortes beherrschten. Sp\u00e4rliche \u00dcberreste der Burg Mainburg findet man noch s\u00fcdlich von Hofstetten im dichten Wald. Das Siegelbild der Herren von Mainburg war ein Holzschl\u00e4gel. Das \u00e4lteste, heute noch erhaltene Urkundensiegel stammt von Otto von Mainburg (1279) und befindet sich im Stift Melk. Das Wappen des Rittergeschlechts zeigt einen roten Schild mir einer offenen goldenen Krone und einem senkrechtstehenden Holzschl\u00e4gel &#8211; daraus ist das Wappen der Gemeinde abgeleitet. In der Pfarrkirche finden wir den Marmorgrabstein des adeligen Pfarrers J\u00f6rg von Mainburg (+1482). Auch der Grabstein zeigt das Familienwappen der Herren von Mainburg, den Fleischschl\u00e4gel. Seit dem Jahre 1332 geh\u00f6rt die Pfarre zum Stift G\u00f6ttweig. Als Markt wird Hofstetten erstmals 1590 genannt. 1591 wurden die Auersperg die neuen Herren im Pielachtal. Der Beginn der Matrikenf\u00fchrung war 1629: Man schreibt von &#8222;Hofstetten in der Gr\u00fcnau&#8220;. 1668 erwarb Graf Sinzendorf viele G\u00fcter im Pielachtal. Im 2. T\u00fcrkenkrieg 1683 litt auch Hofstetten-Gr\u00fcnau gro\u00dfe Not. T\u00fcrkische Reitergruppen kamen auch in unser Gebiet und raubten und pl\u00fcnderten. Aus dieser Zeit ist ein sogenannter &#8222;T\u00fcrkenstern&#8220; erhalten. Er war das Rangabzeichen eines Offiziers. Die T\u00fcrken verga\u00dfen ihn bei ihrem Abzug aus Hofstetten. Nach der Familie der Sinzendorfer wurde die Familie von Liechtenstein deren Nachfolger. 1771 wurden erstmals Hausnummerierungen und Stra\u00dfenbezeichnungen eingef\u00fchrt. Die Franzosenkriege 1805-09 brachten schwere Belastungen f\u00fcr unser Gebiet. Mit dem Jahre 1848 endete nach der b\u00fcrgerlichen Revolution die Obrigkeit der Grafen und Herren. Bezirkshauptmannschaften wurden gegr\u00fcndet, B\u00fcrgermeister eingesetzt. Gr\u00fcnau war bis dahin im Besitz des Stiftes G\u00f6ttweig gewesen, Hofstetten geh\u00f6rte zur Herrschaft der Mainburger. Es gab jeweils einen eigenen Dorfrichter. Die nun neue gemeinsame Gemeinde erhielt den Namen der Pfarre, n\u00e4mlich Gr\u00fcnau. Zum 1. B\u00fcrgermeister der Gemeinde wurde 1850 der Wirt Franz Kraus gew\u00e4hlt. Bis 1996 hie\u00df unsere Gemeinde sodann Gr\u00fcnau. Am 15. April 1996 wurde vom Gemeinderat der Beschluss gefasst, den Gemeindenamen auf Hofstetten-Gr\u00fcnau abzu\u00e4ndern. Vom Amt der nieder\u00f6sterreichischen Landesregierung wurde die \u00c4nderung des Gemeindenamens am 28. Juni 1996 genehmigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-57\" title=\"Bronzebeil\" src=\"http:\/\/www.scholze-simmel.at\/heimatforschung\/wp-content\/uploads\/bronzebeil-300x134.jpg\" alt=\"Bronzebeil\" width=\"300\" height=\"134\" srcset=\"http:\/\/www.scholze-simmel.at\/heimatforschung\/wp-content\/uploads\/bronzebeil-300x134.jpg 300w, http:\/\/www.scholze-simmel.at\/heimatforschung\/wp-content\/uploads\/bronzebeil.jpg 407w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-58\" title=\"T\u00fcrkenstern\" src=\"http:\/\/www.scholze-simmel.at\/heimatforschung\/wp-content\/uploads\/tuerkenstern-167x300.jpg\" alt=\"T\u00fcrkenstern\" width=\"167\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.scholze-simmel.at\/heimatforschung\/wp-content\/uploads\/tuerkenstern-167x300.jpg 167w, http:\/\/www.scholze-simmel.at\/heimatforschung\/wp-content\/uploads\/tuerkenstern.jpg 239w\" sizes=\"(max-width: 167px) 100vw, 167px\" \/><\/p>\n<p>Nun noch einige Blitzlichter aus der Vergangenheit: 1868 erfolgte die Er\u00f6ffnung eines Postamts in Hofstetten.1882 wurde die Freiwillige Feuerwehr Hofstetten gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>F\u00fcr unser Tal ist die Mariazellerbahn von gro\u00dfer Bedeutung. Der Bau des ersten Abschnitts dieser fr\u00fcher &#8222;Pielachthalbahn&#8220; genannten Strecke erfolgte in den Jahren 1896-98. Schon im Jahre 1629 wurde in den Pfarrmatriken von einer Schule in Gr\u00fcnau geschrieben. Sie bestand neben der Kirche und wurde 1971 abgerissen. Denn 1971 wurde die neue Volks- und Hauptschule, die auch neben der Kirche liegt, er\u00f6ffnet. Ab 1910 gab es auch die sogenannte &#8222;neue&#8220; Volksschule. Sie wurde umgebaut und dient seit 1976 als Kindergarten. 1910 wurde auch die durch unser Gemeindegebiet verlaufende II. Wiener Hochquellwasserleitung fertiggestellt.<\/p>\n<p>In den letzten Jahrzehnten wandelte sich das Ortsbild von Hofstetten-Gr\u00fcnau grundlegend. Ein Ort mit moderner Infrastruktur wurde geschaffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Pielachtal ist uraltes Siedlungsgebiet. Die \u00e4ltesten Funde, die im Bereich der Marktgemeinde Hofstetten-Gr\u00fcnau gemacht wurden, sind zwei Steinbeile. 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