{"id":5949,"date":"2020-03-26T07:40:44","date_gmt":"2020-03-26T06:40:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.scholze-simmel.at\/heimatforschung\/?p=5949"},"modified":"2020-03-26T07:50:44","modified_gmt":"2020-03-26T06:50:44","slug":"zu-besuch-im-bahnhofsmuseum-von-zellen-und-bloecken","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.scholze-simmel.at\/heimatforschung\/?p=5949","title":{"rendered":"Zu Besuch im Bahnhofsmuseum: Von Zellen und Bl\u00f6cken"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.scholze-simmel.at\/heimatforschung\/wp-content\/uploads\/IMG_20200325_0001.jpg\" rel=\"attachment wp-att-5952\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5952\" src=\"http:\/\/www.scholze-simmel.at\/heimatforschung\/wp-content\/uploads\/IMG_20200325_0001-238x300.jpg\" alt=\"IMG_20200325_0001\" width=\"238\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.scholze-simmel.at\/heimatforschung\/wp-content\/uploads\/IMG_20200325_0001-238x300.jpg 238w, http:\/\/www.scholze-simmel.at\/heimatforschung\/wp-content\/uploads\/IMG_20200325_0001-768x969.jpg 768w, http:\/\/www.scholze-simmel.at\/heimatforschung\/wp-content\/uploads\/IMG_20200325_0001-812x1024.jpg 812w\" sizes=\"(max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/><\/a>Bei den Nationalratswahlen im Jahre 1930 bekamen die Nationalsozialisten in Hofstetten 27 Stimmen (vgl. Christlichsoziale 614, Sozialdemokraten 223).\u00a0So gab es ab etwa 1934 sogenannte &#8222;Illegale&#8220;, die schon eingetragene Mitglieder der NSDAP waren, aber sich \u00f6ffentlich nicht dazu bekannten. Beim Einmarsch Hitlers 1938 machte er in St. P\u00f6lten Halt. Auch einige Leute aus Hofstetten-Gr\u00fcnau fuhren nach St. P\u00f6lten um den F\u00fchrer zu sehen.<\/p>\n<p>Auch in unserer Gemeinde erfolgte die totale Ausrichtung ab 1938 nach dem Nationalsozialismus. Familie Firnberg (Gr\u00fcnau 9) wurde verfolgt. Einige konnten rechtzeitig auswandern, mehrere Personen wurden verhaftet und ins KZ Theresienstadt gebracht, wo sie umkamen. Familie M\u00fcnzer fl\u00fcchtete nach Jugoslawien, Familie Klein (Bernhardsm\u00fchle) wanderte nach Australien aus.<\/p>\n<p>Ab 1938 war der Zulauf zur Einheitspartei gro\u00df. Wer nicht beitrat, verlor Arbeitsplatz, Ansehen, wurde rasch zur Wehrmacht eingezogen.<\/p>\n<p>Es gibt noch Aufzeichnungen, wie die NSDAP Mitglieder organisiert waren. Das Heft (siehe Foto) d\u00fcrfte aus der Zeit\u00a0um 1938 stammen. Es tr\u00e4gt keine Jahreszahl. Organisiert waren die Personen in Zellen und Bl\u00f6cken. Es gab in Hofstetten-Gr\u00fcnau insgesamt 5 Zellen, jede in 2 bis 8 Bl\u00f6cke eingeteilt. Zu jedem Block geh\u00f6rten etwa 10 &#8211; 12 Personen. Im NSDAP Mitglieder-Heft sind 157 Personen namentlich genannt. In der Gemeinde waren ab 1938 alle wichtigen Posten mit NSDAP Mitgliedern besetzt: B\u00fcrgermeister, Gemeinder\u00e4te, Ortsparteif\u00fchrer, Ortsbauernf\u00fchrer.<\/p>\n<p>In den verschiedenen Chroniken (Schule, Gendarmerie, Kirche, &#8230;) steht nicht viel geschrieben. Es w\u00e4re zwischen 1938 und 1945 zu gef\u00e4hrlich gewesen, kritische Gedanken zu \u00e4u\u00dfern. Andererseits wurden manche Seiten auch gleich nach dem Mai 1945 herausgerissen und vernichtet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei den Nationalratswahlen im Jahre 1930 bekamen die Nationalsozialisten in Hofstetten 27 Stimmen (vgl. Christlichsoziale 614, Sozialdemokraten 223).\u00a0So gab es ab etwa 1934 sogenannte &#8222;Illegale&#8220;, die schon eingetragene Mitglieder der NSDAP waren, aber sich \u00f6ffentlich nicht dazu bekannten. Beim Einmarsch Hitlers 1938 machte er in St. P\u00f6lten Halt. 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